Serviscope Nah dran – Episode 05

Automatisierung – Zeitfresser „Copy-Paste“

08:41 Uhr – Vorstandsbüro

Johannes hat die Zahlen vor sich, die er eigentlich kennt. Aber heute sieht er sie anders.

Personalkosten. Prozessaufwand. Durchlaufzeiten. Alles innerhalb der Norm und trotzdem zu hoch. Nicht weil das Team schlecht arbeitet. Sondern weil ein erheblicher Teil der Arbeitszeit auf Aufgaben entfällt, die sich seit Jahren wiederholen. Immer gleich. Immer manuell. Immer mit demselben Ergebnis.

Daten übertragen. Felder prüfen. Formulare ausfüllen. Statusmeldungen verschicken.

Wertvolle Arbeitszeit lässt sich sinnvoller nutzen.

Johannes legt den Stift hin. „Wir reden seit zwei Jahren über Automatisierung“, sagt er zu sich selbst. „Und machen es trotzdem noch von Hand.“

Dabei wäre jetzt eigentlich der richtige Moment. Seit Serviscope den Datenbestand bereinigt hat, stimmt die Basis endlich. Keine doppelten Datensätze mehr, keine veralteten Adressen, keine Karteileichen im System. Das Problem der fehlerhaften Eingangsdaten, das vorher Automatisierung verhindert hätte ist inzwischen gelöst. Es wird Zeit. 

11:00 Uhr – Das Gespräch, das den Fortschritt entscheidet

Johannes kommt direkt auf den Punkt. Für ihn ist in dieser Video-Konferenz nur eine Frage wichtig: „Wo fangen wir an?“

Juliane von Serviscope sagt mit einem Lächeln: „Da, wo der Schmerz am größten ist.“

Sie gehen die Routinen des Banken-Alltags durch: Pfändungsbearbeitung, Datenkontrolle, Posteingang, Statusmeldungen, Routineprüfungen. Überall dieselbe Struktur: Ein Mensch, der eine Information aus System A nimmt und sie in System B einträgt. Regelbasiert. Wiederholbar. Automatisierbar.

„RPA übernimmt genau diese Schritte“, sagt Juliane. „Kein Ermessen, kein Kontext. Das bleibt beim Menschen. Aber alles, was einer klaren Regel folgt, kann ein digitaler Assistent erledigen. Schneller, weniger fehleranfällig, rund um die Uhr.“

Johannes hört zu. „Und wer baut das auf?“

„Wir. Gemeinsam mit euch. Wir kennen die Bankprozesse, wir kennen die Systeme. Ihr müsst nicht bei null anfangen.“ Sie macht kurz eine Pause. „Und mit dem bereinigten Datenbestand, den wir in den letzten Wochen aufgebaut haben, habt ihr jetzt eine Grundlage, auf der Automatisierung wirklich funktioniert. Saubere Daten rein – zuverlässige Ergebnisse raus.“

Johannes nickt langsam. Nicht laut begeistert – das ist nicht seine Art. Aber er ist überzeugt.

„Was ist der erste Schritt?“, fragt er. 

“Ihr sucht euch einen Prozess aus. Den, der die meisten Arbeitsstunden bindet und dort fangen wir an.“

16:48 Uhr – Fazit

Am Nachmittag läuft Johannes durch die Marktfolge. Das Team sitzt am selben Schreibtischen wie immer. Aber er sieht den Alltag jetzt mit anderen Augen.

Jede Aufgabe, die ein Mensch heute noch von Hand erledigt und morgen ein digitaler Assistent übernehmen könnte, ist kein Effizienzproblem. Es ist eine Entscheidung.

Und er hat heute eine getroffen.

Im Flur hört er Katharina und Stefanie. „Hast du gesehen? Einer der größten Arbeitgeber der Region hat gestern Insolvenz angemeldet. Da kommt was auf uns zu.“ Stefanie nickt. „Ich weiß. Und diesmal sind es nicht nur die Pfändungseingänge. Es sind auch die Anrufe der Schuldner.“

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